Zurück!

July 20, 2008 by songsofexperience

Wie man an dem ü erkennen kann, hocke ich bereits wieder vor einem deutschen Rechner, nach 2 Monaten und einer Woche Vietnam.

Ich konnte leider im Mekong Delta meine Seite nicht mehr öffnen, daher hier ein kurzüberblich vom Rest der Reise:

Ich hab an meinem letzten Tag in Dalat noch den höchsten Berg der Provonz bestiegen, war recht cool.

In Mui Ne war ich eineinhalb Tage an riesigen weißen Straenden, reiste aber schon bald weiter, da riesige weiße Strände langweiliger sind als ich dachte. Trotzdem eine schöne Zeit.

Im Mekong Delta radelte ich durch kilometerweite Palmenwälder, fuhr mit einem winzigen aber dafür umso lauteren Boot durch die labyrinthartigen und verwachsenen Flüsse des Deltas und ließ mir -warum auch immer- eine 3 Meter lange Pyton um den Hals hängen.

In Saigon traf ich dann wieder auf tödlichen Straßenverkehr, Lärm, aber eine sehr beeindruckende Atmosphäre. Und im Gewimmel traf ich zufällig -na wen wohl- Will wieder und an den letzten Abenden genoss ich nochmal das billige Bier in Massen.

Ich bleibe wahrscheinlich kaum zu hause, bis 14. August habe ich noch frei, also werde ich so lang nochmal abhauen. Aber meine Vietnamreise ist beendet, ich hatte eine wirklich geile Zeit in Asien und habe verdammt viele coole Leute kennengelernt.

Canyoning

July 9, 2008 by songsofexperience

Es hat geklappt, ich war heute mit einem Australier, einem Tschechen und zwei sehr netten vietnamesischen Guides beim Canyoning.

Wir machten erst einen Probelauf an einer trockenen Felswand. Man ist an einem Seil befestigt, das man selbst nachlassen kann. So geht man moeglichst “aufrecht” rueckwaerts die Felswand runter.

Dann ging es auf zum Wildwasserfluss. Wir konnten einige Wasserfaelle einfach wie eine Rutsche runterrutschen, mit Kopf oder Fuessen nach vorn. Dann hing es weiter zu den grossen Wasserfaellen. Der groesste Wasserfall war eine Herausforderung, da man sich in den Wassermassen richtig ins Seil stemmen musste und da die Wand sehr rutschig war. Wenn man ausrutsche, war es schwer wieder hochzukommen. In der zweiten Haelfte des Wasserfalls bekam man kaum Luft, da man bis zum Kopf im Strahl stand. Aber der Blick durch das weisse, schaeumende Wasser gegen das Licht war Wahnsinn.

Teilweise durch den Fluss schwimmend oder durch den Wald laufend kamen wir an eine ca. 7 Meter hohe Klippe, die wir runterspringen mussten. Der letzte Wasserfall war die “Washing Machine”.

Man liess sich nicht den Wasserfall direkt runter, sondern die Felswand direkt daneben. Irgendwann stuerzte man ueber einen Ueberhang und hing frei in der Luft, danach liess man sich einfach an seinem Seil weiter runter. Wenn man mit den Fuessen dann zum ersten Mal den Wassefall beruehrte, begann man sich automatisch zu drehen. Schon wenig spaeter befand man sich inmitten riesiger Wassermassen und wusste nicht, wo oben und unten ist, wie eben in einer Washing Mashine. Irgenwann kommt man dann unten in einem weniger als ein Meter breiten Spalt raus, wo man sich durch die Wassermassen nach draussen kaempft, waehrend der ganzen Zeit muss man schwer nach Luft schnappen. Es war ein richtig geiler Trip.

Danach sah ich mir noch das Crazy House an, ein Haus als Gesamtkunstwerk. Ziemlicher Scheissdreck. Es sieht mehr aus wie die Aussengestaltung von Fahrgeschaeften auf dem Oktoberfest oder wie die Rutschen im Alpamare und sollte wohl surrealistisch sein.

Ich bin echt erledigt und haue mich nach einem guten Tag aufs Ohr.

Easy Rider

July 8, 2008 by songsofexperience

Endlich ist es soweit, ich habe Nha Trang verlassen! Fuer 2 Tage konnte ich die anderen Reisenden und Touristen wieder mal hinter mir zuruecklassen. Mein Fahrer kam morgens mit seinem Motorrad zu meinem Hotel und es ging am Meer entlang und dann ab in die Berge. Der Fahrer heisst Dao, hat ”Easy Rider” hinten auf der Jeansjacke stehen und sein Oberkoerper ist bis zu den Ellbogen taetowiert. Er ist noch recht jung, spricht fliessend English und ist ein lustiger Kerl.

Ich kann nicht sagen, wie schnell er fuhr, da sein Tacho kaputt war, aber es war grossartig wie schnell er die kurvigen Bergstrassen entlang schoss. Bei besonders gutem Ausblick hielt er an, damit ich Photos schiessen konnte. Er zeigte mit eine Ziegelsteinmanufaktur und wir hielten an einer Kaffeeplantage . Manchmal erzaehlte er mir etwas ueber die Geschichte der Gegend, die von Napalm gebranntmarkt ist. In dem selben Ton in dem er sonst unseren naechsten Stop ankuendigte, sagte er irgendwann: “And now are we going to the Policestation to get back my driver’s licence.” Aha. Wie ich bald feststellen musste, war die Station in Buon Ma Tuot, was bei weitem nicht auf dem Weg lag. Ich war recht sauer, dass ich ueber staubige, langweilige  Strassen donnern musste fuer seinen beschissenen Fuehrerschein. Wenigstens war es im dann unangenehm.

Am spaeten Nachmittag brachte er mich zu einem Resort, in dem Angehoerige des Mnong-Volkes arbeiteten und die Haeuser exakt im Stil der Bambus-Langhaeusern des Volkes gebaut sind. Ich habe inzwischen schon sehr sehr oft in originalen Langhaeusern fernab der Zivilisation gepennt, daher war das fuer mich nicht die riesen Ueberraschung, aber trotzdem spannender als ein Hotelzimmer. Die Haeuser lagen auf einer Gruenanlage mit Palmen und swimming Pool direkt am groessten See Vietnams (sagte zumindest Dao). Mein Langhaus musste ich dann allerdings noch mit ein paar Ratten teilen, deren scheiss Gequieke manchmal beaengstigend nah ueber meinem Kopf war.

Davor sass ich mit einem Kanadier, Dao und einem anderen vietnamsischen Fahrer zusammen, der damals in Kambodscha als Soldat gekaempft hat.

Morgens ging es frueh weiter in ein Mnuong-Dorf. Im Zentralgebirge fangen die alten Voelker noch wilde Elephanten und zaehmen sie, daher konnte ich das Dorf auf dem Ruecken eines Elephanten besichtigen. Das war einerseits cool, andererseits kam ich mir schlecht vor, da ich mir vorstellen kann, wie der Elephant “gezaehmt” wurde und dass man ihn lieber in Freiheit gelassen haette.

Wieder ging es mit Affenzahn durch schoene Berglandschaften. Er zeigte mir noch eine Seidenfabrik und eine buddhistische Pagode, bevor es weiterging. Langsam wurden wir beide richtig erschoepft, da das fahren auf den schlechten Strassen sehr anstrengend war. Schliesslich kamen wir in Dalat an und ich suchte mir ein Zimmer fuer 5$. Der arme Kerl fuhr dann zurueck, wahrscheinlich faehrt er immer noch. Morgen muss er schon wieder los nach Saugon. Ohne Fuehrerschein, den hat er auf der Wache nicht gekriegt…

Ich habe Dalat erkundet, das frische Bergwetter genossen und versucht, einen Canyoning-Trip zu organisieren. Demnaechst gehe ich wieder hin, um su sehen, ob es klappt, dann geht es ab un Bett!

Nha Trang

July 6, 2008 by songsofexperience

Mit dem Nachtbus bin ich vor einigen Tagen nach Nha Trang gekommen. Der Bus war Eiskalt, die Liegen wie immer zu klein und meine “Decke” hatte eher die Groesse eines Handtuchs von der Gaestetoilette.

Recht geraedert bin ich also angekommen, habe mir ein billiges Hotel gesucht und bin an den Strand gegangen. Der zieht sich 5 km am Stadtrand entlang und ist fuer einen Vietnamesischen Stadtstrand recht sauber, da er jeden Abend gereinigt wird. Fuer unsere Verhaeltnisse waere er wohl ziemlich dreckig, da auch hier die Vietnamesen ihren Muell hinschmeissen, wo er halt gerade anfaellt. Es ist wirklich unfassbar, egal ob sie sich am Strand, mitten in der schoensten Bergwelt oder auf einem Schiff befinden, wenn eine Plastikflasche leergetrunken oder ein Chipstuete leergegessen ist, laesst man sie einfach fallen. Schweine. Wenn ich hier in den Vietnamesischen Staedten einen Abendspazierganng mache, ist es voellig normal, dass vor mir jede Menge Ratten davonflitzen, alle 5 Meter sieht man eine fette Kakerlake. Es wird zwar an jeder Ecke ein beschissener Lautsprecher fuer ihr sozialistisches Propagandagebrabbel aufgehaengt, aber fuer Muelleimer reicht es wohl nicht. Die paar, die es gibt, werden eigentlich nur von Reisenden benutzt.

Nach dem Schwimmen sass ich am Strand und schaute auf das Wasser. Ich musste meinen Kopf gar nicht drehen, um zu sehen, wer sich da neben mir in den Sand plumsen laesst. Es war natuerlich ein altbekannter Englischlehrer namens Will…   Wir verabschieden uns schon gar nicht mehr voneinander, da wir uns sowieso staendig ueber den Weg laufen.

Ich kann Nha Trang nicht viel abgewinnen, lediglich die Kneipen sind gut, aber auch da hat es boese Zwischenfaelle mit Einheimischen gegeben.

Um die Inseln hier in der Umgebung zu sehen, Meeresfruechte zu essen und exotisches Obst abzustauben, bin ich heute mit einem Boot mitgefahren. Das erwaehnte habe ich auch alles erlebt, musste dafuer aber wie immer in diesem Land viel Humor und Geduld aufbringen. Der alte Kahn war vollgestopft mit vietnamesischen Touristen, die sich an Karaoke und bloeden Spielen erfreuten. Gottseidank waren noch zwei sehr nette Maedels aus Daenemark an Bord, die mein Schicksal teilten. Ich wollte nur die Inseln sehen, musste dafuer aber jede Menge auf den Geschmack vietnamesischer Touristen ( wohl die geschmacklosesten Menschen der Welt) abgestimmter ”Highlights” ueber mich ergehen lassen. Ich habe Nha Trang aufgegeben und duese morgen nach Dalat. Ich habe mich entschieden, nicht den Bus zu nehmen. Ich habe einen Motobikedriver davuer bezahlt, mich zwei Tage lang durch die Berge zu fahren und mir alles zu zeigen, was es zu sehen gibt. Das wird bestimmt gut, da bin ich sicher. Ich treffe mich jetzt noch mit Will und einigen Leuten, die wir in den Kneipen kennengelernt haben und mit den Beiden aus Norwegen von meinem tollen Bootstrip.

Pizza und Anzuege

July 1, 2008 by songsofexperience

ENDLICH sind wir gestern wieder in Hoi An angekommen! Die Busfahrt hierher war grauenhaft. Wir haben uns auf unserem Zimmer um 2 Uhr nachts das Spiel angeschaut und mussten frueh raus, um den Bus zu erwischen. Der Bus war natuerlich nicht da, und die verschiedenen Fahrkartenschalter brachten uns zur weissglut, da sie nicht ein Woertchen Englisch verstanden und uns glauben machen wollten, heute fahre kein Bus nach Da Nang. Gestern hatten sie uns noch einen Haufen Uhrzeiten aufgeschrieben, aber von diesem Zettel hielten sie heute nichts mehr. Nach einigen Stunden schafften wir es, einen Bus zu bekommen, der aber noch ein paar weitere Stunden herumstand. Ich hatte aber gutes Entertainment, da Will sich wiedermal mit den nervigen Haendlern anlegte und es ein Wunder war, dass es keine Schlaegerei gab (was dem Umstand zu verdanken ist, dass ihre Englischkenntnisse auch fuer den Satz “Fuck your mother, fuckin’ jerk!” nicht ausreichen). Zum Zuschauen und Zuhoeren war es allerdings sehr unterhaltsam.

Der Minibus bot 17 Leuten Platz, es wurden aber 28 Leute reingepresst, dazu noch einige Kisten und Saecke. Wenig spaeter stiegen noch 2 Leute zu. Der Bus war wohlgemerkt kaum groesser als ein VW-Bus. Trotz der herrlichen Landschaft war es die Hoelle. Die Fahrt dauerte fast 6 Stunden und mir waeren fast der Arsch und die Beine abgefault. Ausserdem ist es beachtlich, dass die Vietnamesen zwar immer so reisen, es aber noch viel weniger vertragen als wir. Wenn der Fahrer am Anfang Kotztueten anbietet, schnellen die Arme hoch, als gaebe es Erdnuesse umsonst. Der Junge, der mit dem Gesicht zu mir zwischen meinen Beinen hockte sah schon vor der Abfahrt aus, als wuerde er gleich tot umfallen. Gottseidank behielt er seinen Mageninhalt fuer sich.

Wir waren unendlich froh, wieder in Hoi An zwischen Pizzarestaurants und Schneidergeschaeften zu sein. Wir kassierten wieder mal unsere obligatorischen Free Drinks in den Lokalen, spielten Pool und genossen unsere wiedergewonnene Beinfreiheit. Will ist heute nach Nha Trang weitergereist, ich bleibe noch bis morgen hier, da ich mir fuer einen Spottpreis einen Anzug machen lasse. Jetzt gehe ich Pizza essen.

“Y tuong khong the ton tai duoc nen nguoi ta kong ci dip may chien dau moi.” Thomas Mann (haengt gerade vor mir, fragt mich nicht was das heisst)

Raus aus den Bergen

June 29, 2008 by songsofexperience

Wir haben uns wieder die Hacken abgelatscht, waren wieder ein bisschen in den Bergen, morgen geht es zur Kueste zurueck. Wir sind etwas angepisst, dass die Restaurants hier alle um halb acht dichtmachen und meistens Speisekarten ohne Preise haben, bei denen die Haelfte der Gerichte nicht erhaeltlich sind. Das alles wird einem natuerlich in feinstem Vietnamesisch erklaert.

Dennoch muss man sagen, dass die Leute, die man auf der Strasse so trifft, in Kontum alle sehr nett sind, woran sich der Rest Vietnams ein Beispiel nehmen kann.

Miss Universe

June 28, 2008 by songsofexperience

Unser Abend vor der Abfahrt war wirklich seltsam. Wir waren schon gespannt, da die Wahl zur Miss Universe heute Abend in Hoi An stattfinden sollte. Es wurde von der tollen vietnamesischen Regierung natuerlich nichts vorbereitet, keine Absperrungen, keine Notwege nichts. Sie loesten das auf ihre Art: Abends war dichtes Gedraenge auf den Strassen und die Kandidatinnen wurden auf Fahrradtaxis durch die Gassen zum Festplatz gefahren. Jegliche Absperrungen wurden durch eine riesige Menge an Polizisten mit Schlagstoecken und Elektroshocks (!) ersetzt. Man schob sich durch die Menge, doch alle 10 Sekunden wurde man von der hysterischen Menge fast umgeworfen, wenn die Polizisten wieder mal mit ihren Schlagstoecken oder ihren blau blitzenden und bedrohlich laut knisternden E-shocks in die Menge schlugen. Die Models fuhren durch dieses Szenario mit ihren Sonnenscheinlaecheln, als wuerden sie durch Hollywood fahren. Wir waren in eine Bar gefluechtet, wo die Veranstaltung live uebertragen wurde. Von Polizisten sah man hier in der Uebertragung freilich nichts. Ein recht trauriges Event, ich weiss nicht mal wer gewonnen hat. Aber in der Bar waren ein paar Neuseelaender, einer davon war 23 und hatte seine eigene Baufirma. Er hat mir gleich seine Karte gegeben und hat gesagt, nach meiner Lehre soll ich nach Neuseeland kommen, er gibt mir einen Job.

Am naechsten morgen ging es frueh los nach Da Nang, wo wir lange auf einen Bus nach Kontum warteten. Zusammengepfercht mit einer Menge Vietnamesen ging es dann los. Die Berglandschft war gigantisch, nicht vergleichbar mit unserer! Allerdings konnte man die Spuren, die das Napalm hinterlassen hat noch deutlich sehen. Die Reise war sehr lang und anstrengend. Wir mussten oft anhalten, damit die Schlitzaugen kotzen konnten. Als wir abends ankamen, mussten wir noch ewig durch Kontum laufen, um ein Hotel zu finden. Wir teilen uns ein Zimmer, so kostet das ganze fast nichts, da man hier sowieso immer 2 getrennte Betten im Zimmer hat.

In Kontum sind die Leute unheimlich nett, alle gruessen einen froehlich und haeufig, wahrscheinlich weil hier sonst kaum Westler hochfahren. Doch auch hier hatten wir von dem schlechten Charakter, der sich durch Vietnam zieht, keine Ruhe. Nachdem wir beide nach der Reise so fest und gut geschlafen hatten wie noch nie in Vietnam, erkundeten wir die Gegend.  Als wir zurueckkamen, fanden die sowieso nicht sehr sympatischen Maedels von unserem Hotel unseren Schluessel nicht mehr. Nach vielem Hin und Her tauchte er dann schliesslich auf. Als wir in unserem Zimmer waren, fragten wir uns, warum sie den Schluessel ueberhaupt weggenommen hatten, da das Zimmer nicht aufgeraeumt und die Betten nicht gemacht worden waren. Schliesslich stellten wir fest, das eine Kekspackung von unserem Tisch verschwunden war, die wir mit sicherheit nicht selbst verspeist hatten. Es ist schon unglaublich, dass in einem Hotel das Personal dreist genug ist, erst im Zimmer die Kekse der Gaeste zu verputzen und dann den Schluessel verschusselt. Wir sind jetzt natuerlich in einem anderen Hotel, das besser und sogar billiger ist. 

Wir tun uns schwer, aus der Stadt rauszukommen und in die Natur zu kommen. Nach langer Wanderung gestern kamen wir in Kilometerweite Maisfelder, was nicht so spannend war. Nachdem wir heute  heute 2 Stunden ueber den heissen Asphalt einer Landstrasse gelatscht sind , fanden wir endlich einen Weg in die Berge. So vervollstaendigt sich mein Bild von Vietnam um ein weiteres Puzzlestueck. Die Landschaft hier ist schoen, doch das Napalm hat hier fast ueberall seine Marke in Form von grossen, roten, toten Flaechen hinterlassen.  Morgen versuchen wir unser Glueck nochmal und latschen in Richtung Sueden, dann geht es wieder runter an die Kueste.

 

Wieder einigermassen fit

June 25, 2008 by songsofexperience

Die letzten Tage habe ich nicht geschrieben, weil ich eine Art Grippe oder sonstwas hatte, sprich Husten, Schnupfen, Schwindelgefuehl und wacklige Beine. Ich war also die meiste Zeit im Hotelzimmer.

Die ersten Tage  waren ganz gemuetlich. Die Bars hier haben das mit den Happy Hours noch nicht ganz gecheckt, anstatt eine Stunde Getraenke billiger zu verkaufen, gibt es Angebote wie: Die erste Stunde Cola Rum umsonst, der erste Cocktail ist umsonst etc.  Ich bin also mit Will durch die Bars gezogen und wir haben die Freidrinks kassiert und sind dann wieder abgehauen. Wir mussten keinen Cent zahlen! Eine Art ausgleichende Gerechtigkeit dafuer, dass man jeden Tag belogen und betrogen wird. Und obwohl in Vietnam strikte Sperrstunde um 12 ist, konnten wir bis um 5 um die Haeuser ziehen. Ich hatte bloss am naechsten Tag unangenehme Rueckenschmerzen, da ich in der letzten Bar auf der Couch eingeschlafen bin. Aber es war trotzdem ein sehr lustiger Abend.

Am Tag bevor ich krank wurde, waren wir noch am Strand, was auch recht schoen war. Aufregende Sachen habe ich in Hoi An allerdings vergeblich gesucht.

Morgen werde ich nach Kontum reisen und Will hat spontan beschlossen, mitzukommen.

Beach!

June 21, 2008 by songsofexperience

Ich bin gestern noch durch Hoi An gelaufen und habe mir alles angeschaut. Es ist wirklich schoen, aber nach dem abenteuerlichen Norden waren all die Touries und die Souvenirshops ein ungewohnter Anblick. Als ich spaet abends gerade vor einem Restaurant die Speisekarte auf der Suche nach einem billigen Abendessen durchblaetterte, schoss ploetzlich jemand aus dem Biergarten und schlug mir auf die Schulter. Ueberraschenderweise war es mal kein penetranter Vietnamese, der mir was verkaufen wollte, sondern Will, den ich aus SaPa kenne! Das war echt cool, wir gingen noch zwei Bier trinken.

Heute bin ich per Motobike zu einem Strand gekommen, der wirklich klasse war: Schneeweiss, Palmen, kaum Menschen, Fischer mit Bambusbooten… perfekt! Morgen mach ich mich auf die Suche nach einem anderen Strand, der angeblich komplett Menschenleer und unerschlossen sein soll, mal sehen…

Aber erst treffe ich mich mit Will zum Abendessen, mein Magen knurrt!

Hoi An

June 20, 2008 by songsofexperience

So, jetzt war ich ein paar Tage in Hue. War recht nett. Das Essen war allerdings das einzige, was mich wirklich gefesselt hat, ich war einige Male am Tag Mittagessen. Sonst hab ich Pagoden, Reisfelder und schliesslich noch die Kriegsschauplaetze der DMZ gesehen. Auch sehr sehr nette Leute habe ich jeden Abend kennengelernt, ich hatte wirklich tolle Gesellschaft. Die Fahrt von Hue nach Hoi An mit dem Bus war wesentlich spektakulaerer als das alles: Berge, Palmen, Meer, Asien…

 Hoi An ist wunderschoen, aber so langsam leide ich an einer Adrenalin-Unterversorgung. Ich werde morgen mal auschecken, was sich hier so aufregendes machen laesst, dann gibt es wieder laengere Blogeintraege!